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Kosten für den Umbau auf Elektroantrieb – Ikea Schrank oder Massanfertigung vom Schreiner?

BMW i3 – Aus Concept Car wird Serienfahrzeug

Gepostet von am Sep 28, 2013 in Allgemein, Autos | Keine Kommentare

BMW i3 – Aus Concept Car wird Serienfahrzeug

Studien des BMW i3 gab es schon vor einigen Jahren auf diversen Automobilmessen zu sehen. Dabei konnte sich allerdings kaum jemand vorstellen, dass der bayrische Autobauer dieses Elektrofahrzeug in absehbarer Zukunft auch tatsächlich auf den Markt bringen würde. Kritiker werden nun aber vom Gegenteil überzeugt. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Fahrzeuge bei den Händlern stehen, wobei Interessenten mindestens 36.000 Euro für den Kauf einplanen sollten. Echte BMW-Fans wird hingegen weniger der Preis, sondern vielmehr die Technik interessieren, die zukünftig im i3 verbaut wird. Nach zahlreichen Gerüchten gibt es nun konkrete Daten von BMW.

Hergestellt wird dieser ab diesem September in Leipzig. Herzstück des i3 ist eine Batterie, die in einem Alu-Rahmen unter der Fahrgastzelle montiert wird. Ganze 130 Kilogramm bringt der Akku auf die Waage, wobei er aus einzelnen Lithium-Ionen-Zellen besteht. Trotzdem beläuft sich das Gesamtgewicht auf schlanke 1250 Kg. Ermöglicht wird dieses durch den Einsatz großer Karbonmengen. Somit hat der 125 kW starke Elektromotor keine Mühe das Fahrzeug in 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Typisch für einen Elektroantrieb ist das ordentliche Drehmoment. Ohne nennenswerte Verzögerung werden 250 Nm bereitgestellt. Zugunsten der Reichweite hat BMW den i3 bei 150 km/h abgeriegelt. Worüber sich jedoch echte Fans der Marke freuen werden, ist die Tatsache, dass die Kraft lediglich an die Hinterachse geschickt wird und es somit zu keinen Antriebseinflüssen in der Lenkung kommt. Richtig interessant ist dabei die gewählte Rad-Reifen-Kombination. Auf 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen wurden schmale 155/70er Pneus gezogen. Diese lassen das Design noch futuristischer wirken, dienen in erster Linie jedoch der Aerodynamik. Neben dem Rollwiderstand wird dadurch aber auch der Wendekreis deutlich verbessert. Wer schon im nächsten Herbst im neuen BMW i3 fährt, sollte nicht vergessen rechtzeitig Winterreifen für das Gefährt zu besorgen. Hier ist die Reifenindustrie darauf bedacht spezielle Pneus für Elektrofahrzeuge zu entwickeln, wie Beispielsweise das Active-Wheel, um die Reichweite zu erhöhen. Bekannte Anbieter wie das Unternehmen Tirendo, welches durch den Werbespot mit Sebastian Vettel bekannt geworden ist, werden sicherlich die Pneus mit als Erste am Markt vertreiben. Umweltbewusste Autofahrer, die auch auf den Verbrauch achten, können so zusätzlich den CO2-Ausstoß minimieren und müssen trotzdem, dank BMK-Technologie, nicht auf sportliche Elemente verzichten.

Zu den wichtigsten Anforderungen eines E-Autos, das wissen Kenner von Hybriden und Elektroautos, zählt die Reichweite. Beim i3 ist das nicht anders. BMW gibt diese mit 160 Km pro Akkuladung an. Im ECO Pro+ Modus können vorausschauende Fahrer theoretisch die 200-Km-Grenze überschreiten. Neigt sich die Energie dem Ende, können die Akkus an einer ganz normalen Haussteckdose aufgeladen werden. Wer allerdings keine 6 Stunden warten möchte, kann mit einer Schnellladevorrichtung schon in 30 Minuten auf 80 Prozent Ladekapazität kommen.

Als Fazit zum neuen i3 kann festgehalten werden: Das Konzept ist zeitgemäß und wird höchstwahrscheinlich von der Kundschaft gut angenommen. Zudem spricht für den i3, dass er eine komplette Neuentwicklung ist und kein Serien-BMW, der durch den E-Antrieb nur schwerer und somit ineffizienter wird.

Electronica München 2012

Gepostet von am Nov 22, 2012 in Events | Keine Kommentare

Electronica München 2012

Während für uns die eCarTec als Automesse die spannendere Veranstaltung ist, verhält es sich für das BMZ genau anders rum. Die Electronica ist DIE Messe für Energie, Speicher und Batterien. Der Speedster sollte auch hier das Publikum auf den Stand ziehen und zu weiteren Gesprächen animieren. Beides hat laut BMZ-Belegschaft hervorragend funktioniert. An dem Auto kommt niemand vorbei, immer spricht aus den Gesprächen die Bewunderung für den Speedster.

Wie auf der eCarTec war der Speedster die zentrale Attraktion auf dem Stand. Zusätzlich zum Auto konnten wir noch 2 Batterieboxen ausstellen, die wir im Sommer für ein restauriertes Holzboot hier am Ammersee gebaut haben. Die Kisten bestehen aus Aluminium und Holz um Optik und Haptik des Bootes nachzuempfinden. Die 48V-185Ah-Batterie treibt 2 Torqueedo RS4 Außenborder-Motoren an. Im Sommer wurden Boot, Motoren und Batterie ausgiebig getestet und haben die Erwartungen voll erfüllt.


Nach dem ersten Prototyp des Speedster wollen wir zusammen mit dem BMZ weitere Exemplare und Modelle auf ein vollkommen neues Rahmenkonzept aufbauen. Neben dem Speedster sind auch der Spyder und andere Replikas realisierbar. Der große Vorteil eines neuen Rahmens ist die Unterbringung der Batterie im Fahrzeugboden. Schon im Smart zeigt sich ganz deutlich das verbesserte Fahrverhalten, wenn die Batterie zentral und unter den Sitzen verbaut wird. Im Speedster werden 5.292 Einzelzellen flach im Boden des Autos verteilt. In die neue Konstruktion können wir Kühlung, Kabelführung und Sicherheitselemente integrieren.

Die Fahrzeuge haben zwar die Optik eines Autos von 1955, aber unter der Fassade handelt es sich um ein speziell auf e-Mobilität entwickeltes Fahrzeugkonzept. Und genau das macht den Charme unserer Replikas aus. Die Verbindung aus zeitlosen Formen und State-of-the-Art Technik zu exklusiven und einzigartigen elektrischen Automobilen.

Style meets Future!

Viele Grüße,
Christian]

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Kosten für den Umbau auf Elektroantrieb

Gepostet von am Sep 2, 2012 in Allgemein, Autos, Events | Keine Kommentare

In letzter Zeit diskutieren wir sehr oft per Mail über die Kosten für den Umbau eins gebrauchten Fahrzeugs auf Elektroantrieb. Ein günstiger Gebrauchter aus mobile.de oder mein treuer Golf, der jetzt leider einen neuen Motor braucht, ein paar Batterien plus E-Motor – das kann doch nicht viel kosten. Auf keinen Fall so viel wie ein neues Auto.

 

Aber, ist das wirklich so?

Gebrauchte Autos, neue Autos, für den normalen Einsatz als Pendelfahrzeug, Familienfahrzeug, also alles was eindeutig kein Luxus ist, wurden/werden massenhaft hergestellt. Die Kostenskalierung, erlaubt es Autos zu verhältnismäßig günstigen Preisen zu produzieren. Das gilt für jeden Massenartikel, egal ob Auto, Kühlschrank oder Fernseher. Massenhaft produzierte Teile lassen sich günstig herstellen. Ein schönes Beispiel sind Flatscreen-TVs. Vor 10 Jahren hat so ein Full-HD-Fernseher, ganz neu am Markt, 10.000 € gekostet. Jetzt bekommt man das gleiche Teil für 500. Die benötigten Panels der Geräte werden heute, im Gegensatz zu vor 5 Jahren, massenweise vollautomatisch hergestellt und kosten deshalb nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Kosten.

Die Komponenten speziell für Elektrofahrzeuge sind wie die Panels für HD-Fernseher vor 10 Jahren – Einzelstücke, Spezialanfertigungen, Prototypen. Wir stehen ganz am Anfang der Entwicklung, fern von jeder Massenfertigung, geschweige denn automatischer Produktion.

 

Ikea Schrank oder Massanfertigung vom Schreiner?

Ein gebrauchtes Auto zu konvertieren entspricht der Massanfertigung beim Schreiner. Kein Auto ist gleich, d.h. um die Komponenten zu verbauen muss man für jeden Fahrzeugtyp von vorne anfangen – das Gegenteil von Automation. Selbst wenn das gleiche Auto dann 2x, 5x oder 20x gemacht wird – die Stückzahlen, um günstiger einzukaufen werden niemals erreicht.

Den Umbau von gebrauchten Autos kann man durch einen gewissen Vorfertigungsgrad erleichtern und minimal Beschleunigen. Smarts umzubauen geht für uns schneller von der Hand als ein Golf, weil viele Teile schon mal konstruiert wurden und nun einfach angefertigt oder bestellt werden können. Dieser Erstaufwand muss für jedes neue Modell erneut betrieben werden. Die Batteriewanne vom Smart passt in kein anderes Auto. Halterungen, Kabellängen, Batteriekästen, usw. müssen angepasst werden so dass eine sichere und langlebige Funktion gewährleistet ist. Schließlich redet hier in Deutschland (Europa) noch der TÜV ein Wörtchen mit, bevor man ein umgebautes Auto offiziell auf der Strasse fahren darf.

Der TÜV ist noch mal ein Thema für sich, da nicht jede Prüfstelle über Personal verfügt, dass sich mit E-Mobilen genauso gut auskennt wie mit herkömmlichen Autos. Unsere TÜV-Termine dauern inkl. HU und einem kleinen “Tratsch”, in der Regel nicht länger als 30Min. Der Prüfer kennt das Auto, die Komponenten, die Qualität des Umbaus. Ist das bei Ihrem Prüfer, der etwas vollkommen Neuartiges präsentiert bekommt auch der Fall? Das sollte auf jeden Fall vor dem Umbau geklärt werden. Auch hier gibt es keinen Automatismus, keinen einheitlichen Standard, sondern nur Einzelabnahmen, die entsprechend kostspielig sein können.

 

Rechnet sich die Investition?

Vergleicht man nur die Anschaffungskosten für ein Benzin- oder Elektroauto lässt man zwei entscheidende Kostenfaktoren aus: Betriebskosten und Servicekosten. Erstere lassen sich auf einen Schlag durch 4 teilen – ein Blick auf die steigenden Spirtpreise genügt. die Servicekosten gehen gegen Null, da nicht mehr viel im Auto verbaut ist, was des Service bedürfte.

Die Reduktion um den Faktor 4 ergibt sich vor allem aus der besseren Effizienz des elektrischen Antriebsstrangs. Ein Wirkungsgrad von fast 90% im Vergleich zu 25% beim Verbrenner legt nahe, dass man hier viele Verbrauchskosten sparen kann. Im Stau, wo täglich allein in Deutschland 30 Mio. Liter verbrannt werden, braucht ein E-Fahrzeug keine Energie – null, nada, niente.

Um hier nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen muss man eine Rechnung der Gesamtkosten über 5 – 9 Jahre aufmachen. Anschaffungspreis, Betriebs- und Werkstattkosten, Versicherung und Steuer. Sehr schön war neulich der Kommentar eines Interessenten, der ein Cabrio in der Z4 – AudiTT Klasse umbauen wollte, dann aber die Vergleichswerte von einem Diesel Lupo zur Bemessung der Umbaukosten herbeizog. Besser kann man das mit den Äpfeln und Birnen nicht darstellen :–)

Bei den jetzigen (und steigenden) Benzinpreisen ist der Umbau eines Autos, selbst in einem Land wie Deutschland mit hohen TÜV-Auflagen und ohne Förderung beim Kauf, wirtschaftlich schon interessant. Alle anderen Vorteile, wie die Unabhängigkeit von Öl, die Möglichkeit seinen Strom via PV selber zu produzieren und Mobilität mit einem rundweg guten Gewissen zu genießen kommen ja noch dazu.

Ich empfehle allen Interessierten sich in unserer FAQ-Rubrik mit dem Thema und den Gegebenheiten auseinander zu setzen. Wir haben versucht das Thema Umbau so gut es geht zu Beleuchten und die wichtigsten Fragen zu Beantworten.

Einen guten Überblick welche Marken und Modelle überhaupt schon konvertiert wurden finden Sie auf EVALBUM.com. Hier sind 3.778 Umbauten auf Elektroantrieb per Steckbrief dokumentiert – teilweise auch mit Angaben der Kosten. Viele dieser Autos wurden in den USA umgebaut, wo es einen TÜV, wie wir ihn kennen, nicht gibt und auch niemand EMV-Zertifikate sehen will. In den USA ist ein Auto fertig, wenn es fährt – in Deutschland nach dem TÜV. Großer Unterschied.

Neufahrzeuge

Zumindest müssen Umgebaute doch günstiger sein als ein komplett neu gebautes Auto. Das kommt sehr auf die Perspektive an. Vergleicht man den CO2-Footprint (der ist nirgendwo eingepreist), dann hat ein konvertiertes Auto einen uneinholbaren Vorsprung gegenüber jedem neuen Auto. Ein Kleinwagen wie der Smart verbraucht in der Produktion ca. 30.000kWh Energie. Mit dieser Energie kann ein umgebauter Smart 200.000km weit fahren. Selbst wenn man berücksichtigt, dass beim Umbau und der Produktion von Batterien und Motoren auch Energie verbraucht wird, kann kein Neuwagen diesen Vorsprung wett machen.

Ab 2015 verändern die Grenzwerte der EU die Situation für die OEMs dramatisch. Jeder Hersteller mit einem Flottenausstoß von über 130g/km wird ab 2015 voll zur Kasse gebeten. Da sieht es für die deutschen Hersteller nicht gerade komfortabel aus. Mercedes, z.B., liegt bei derzeit ca. 160g/km – Kostenpunkt 2015 = 1 Milliarde €. Jeder der 20.000 Smarts die bis 2015 verkauft werden sollen wird 1,5x angerechnet und senkt den Flottenausstoß auf ca. 145g/km. Kostenersparnis 400 Mio. €. Diese Beträge, die sowieso anfallen, egal ob man Elektroautos baut oder nicht, können verwendet werden um Autos zu subventionieren und den Einstiegspreis auf ein verträgliches Maß zu drücken.
Hersteller können auf diese Weise Strafzahlungen in Investitionen ummünzen. Man präsentiert sich als Elektroauto-Pionier und kann gleichzeitig mit dem Rest der Flotte weitermachen wie bisher.

Diese Mechanismen stehen kleinen Firmen, die sich im Bereich Umbauten bewegen, nicht zur Verfügung. Wie sich die Preise zusammensetzen ist für Endkunden nicht von Belang – hier zählt wo man den günstigsten Preis bekommt. Die Stärke von kleinen Firmen liegt in der Flexibilität Autos umzubauen, die von der Industrie nicht angeboten werden.

 

Viele Grüße, Christian]
TURN-E

TURN-E im Fernsehen

Gepostet von am Jan 22, 2012 in Allgemein, Autos, News | 3 Kommentare

TURN-E im Fernsehen

Letzte Woche war das Live-Team vom BR bei uns zu Gast in Schondorf. Der Kontakt geht zurück auf ein Treffen an unserem Stand auf der eCarTec 2011 in München. Dort hatten wir eine Berichterstattung im neuen Jahr vereinbart, die gestern am frühen Abend im bayrischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Der Beitrag liefert einen guten Überblick was TURN-E macht und wo es hin gehen soll. Vielen Dank an Anja und Ihr super Team.

Hier sind die Links für alle Interessierten, die die Sendung verpasst haben:

Pimp my eCar

Electric Oldtimers

TURN-E auf der eCarTec

Gepostet von am Jan 22, 2012 in Allgemein, Autos, Events | Keine Kommentare

TURN-E auf der eCarTec

Im Oktober 2011 findet alljährlich die eCarTec in München statt. 2 Wochen vor der Messe haben wir uns überlegt, wie wir uns am besten präsentieren und aufzeigen wohin die Reise geht. Schließlich haben wir einen blauen Speedster mit Weißwand Reifen besorgt, der uns sehr viel Traffic und Gesprächsstoff eingebracht hat. Jeder wollte das Auto aus der Nähe sehen, anfassen und fühlen. Wenige Autos haben eine solche Anziehungskraft und sind gleichzeitig so positiv besetzt.

Für die Messe ist das Konzept perfekt aufgegangen. Interessenten aus dem Motorsport und Liebhaber alter Autos haben uns angesprochen – die ersten Projekte sind bereits in der Umsetzung. Hier geht es um kleine Hochvolt-Packs sowie um den Aufbau sehr großer Speicher für komplett neu aufgebaute Fahrzeuge als technisches Proof-of-Concept.